Wie man am Wedge nicht stirbt
Es gibt gefährliche Wellen. Und dann gibt es Wellen, die schon Menschenleben gefordert haben. Nördlich von Newport Harbor, direkt an der Mole, bricht eine Welle, die in die zweite Kategorie gehört: The Wedge. Jahr für Jahr strömen Wellenreiter mit allem erdenklichen Gerät hierher, um das Wasser herauszufordern und einen Schuss auf mutierte, neuartige Glorie zu erhaschen. Menschen werden zu Hindernissen, Lippen werden dick, und die Wassertiefe zwischen einem Surfer und dem Meeresboden beträgt nur wenige Zentimeter. So erstaunt wir von der pazifischen Version eines Jackass-Stunts waren, fragten wir den lokalen Charger Bobby Okvist, wie er seine Sessions in The Wedge jedes Jahr überlebt. Im Folgenden sind seine fünf besten Tipps, um unversehrt davonzukommen.
1) Geh nicht nach rechts. Es kommt immer ein Bodyboarder oder Skimmer auf der Seitenwelle auf dich zu. Es ist auch meistens der flachste Teil des Lineups und bringt dich in eine schlechte Position, wenn weitere Wellen kommen. Ich habe meine Lektion vor fünf Jahren gelernt, nachdem ich mir das Schlüsselbein gebrochen hatte. Wenn du nach rechts willst, dann geh den Strand runter zu Cylinders.
2) Halte dich von der Mole fern. Die Felsen dort sind groß und rutschig. Es ist sehr schwer, aus dieser Zone herauszukommen, sobald man darin feststeckt, besonders wenn man direkt auf ein 10-Fuß-Set eines Southern-Hemi-Swelss blickt.
3) Sei dir anderer Leute bewusst. Sie können aus allen Richtungen kommen – der Seitenwelle, dem Peak oder die Linie runter. Es gibt auch jede Menge Fotografen im Lineup. Manchmal gibt es sogar mehr Fotografen als Wellenreiter. Und rate mal? Kameras sind nicht weich.
4) Halte dich so lange wie möglich fest, wenn du dich entscheidest, einen Closeout zu packen. Reite so weit wie möglich, bevor du fällst, und achte darauf, immer horizontal zu fallen, wenn du stürzt. Vermeide es, vertikal zu fallen, denn das wird dich brechen. Dein Nacken und deine Gliedmaßen sind in Gefahr.
5) Sei respektvoll gegenüber den Einheimischen, besonders den Bodysurfern und Bodyboardern. Es ist ihre Welle, und wenn dir das nicht gefällt, dann solltest du besser nach Hause gehen.
-- Surfer Magazine
Photography by Benjamin Ginsberg
