Jack Coleman

„Nameless Direction Underground“, Fotograf und Filmemacher Jack Coleman, widersetzt sich der Normalität und lebt ein freies Leben in Newport Beach, CA.

Geboren in den Tagen vor dem Digitalzeitalter, fast vergessen inzwischen, als das Fotografieren noch mehr ein Prozess war. Man musste sich sicher sein. Keine sofortige Befriedigung. Jack hat eine Affinität zu diesem Prozess.

Colemans Herangehensweise an die Filmproduktion vermischt Surfen mit Umgebungsgeschehen; wir können das „Klick-Klick“ der Super-8 hören, wie der Film durch die Zahnräder rast, die Emulsion belichtet und bisher unveröffentlichte Bilder des Geschehens einfängt. Ich kenne dieses Geräusch. Viele kennen es oder kannten es. Kein neues Geräusch, doch es löst eine Kettenreaktion von Emotionen aus. Es ist ein Anker in der Vergangenheit. Beschwört alte Bilder herauf. Ein mentales Aphrodisiakum, das die Kindheit heraufbeschwört.

Es wäre untertrieben zu sagen, dass Coleman ein Händchen für Nostalgie und das Erschaffen eigener Welten hat. Seine Filme sind ein rein viszerales Erlebnis, das stark auf Farbfilter, Geschwindigkeitsmanipulation und psychedelische Soundtracks setzt. Es ist eindeutig eine bewusstere Kunst als ein einfaches Heimvideo.

„Das ist es, was ich daran liebe, Super8-Surffilme zu drehen, die sich wie alte Heimvideos anfühlen“, sagt Coleman. „Es ist meistens Handkamera, so dass man seine eigenen Räume und Szenen zum Filmen ganz einfach schaffen kann. Wenn ich auf Bali mit lokalen Indonesiern bin, die eine hinduistische Zeremonie aufführen, kann ich einfach mit meiner Kamera herumlaufen und mitten in ihrer Welt sein. Die Ausrüstung, die ich benutze, ist viel weniger einschüchternd als eine moderne Kamera; etwas am Halten einer alten Kamera macht die Leute neugierig und interessiert. Es lässt dich die Szene erleben, ohne sich davon entfernt zu fühlen. Ich möchte diese Momente genießen und sie mit allen anderen teilen. Ich liebte die Tage des ‚alten‘ Surffilms, ein paar Freunde, etwas Film und ein wahrer Ausdruck der Individualität durch Surfen, Farbe, Klang und Bewegung. Der Film trägt Leben in sich, Momente, über die man für immer nachdenken kann.“
Connect with Jack Coleman on

Jack Coleman